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Von stinkenden Lagunen, dem ein oder anderen Kulturschock und Freunden in der ganzen Welt

So schlimm wie die Überschrift auf den ersten Blick anmutet, war es jedoch ganz und gar nicht: „Ich würde es jedem empfehlen!“, „Ich würde es auf jeden Fall wieder tun!“, „Ich wäre gerne noch länger geblieben!“. Das war der Tenor aller vier (ehemaligen) Schülerinnen und Schüler, die auf der Infoveranstaltung zu Auslandsaufenthalten während und nach der Schulzeit am 27. September in der Aula den rund 50 Zuhörern von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichteten. Unterstützt durch private Bilder kam bei dem ein oder anderen dabei sicher Fernweh auf.

Bei den vier Vorträgen, am Ende ergänzt durch die Expertentipps von Elke Meinert, ihres Zeichens Mitarbeiterin im International Office der FH Dortmund und Inhaberin einer Austauschorganisation, ging es ländertechnisch fast einmal um die Welt.

Den Anfang machte Henrike, die sich auf das Abenteuer eines Schuljahres in Japan eingelassen hatte. Sie berichtete den interessierten Schülerinnen und Schüler von der offenen Mentalität der Japaner, die sie immer freundlich aufgenommen und in ihre Gemeinschaft integriert haben. Das sah man auch an ihrer Kleidung: Henrike trug für die Veranstaltung den Blazer der Rotarier, der über und über mit Buttons behängt war. „Ca. 2 Kilo wiegt er und ist ganz schön schwer und laut“, erklärte sie. Die Tradition sei es nämlich, dass man anderen Austauschschülern bei einem Treffen einen Anstecker anheftet, der das eigene Land repräsentiert.

Langeweile war während ihres Aufenthaltes ein Fremdwort für Henrike. Sie erzählte von all den verschiedenen Aktivitäten, an denen sie teilgenommen hatte. Diese haben sicherlich auch dazu beigetragen, dass sie nach einem Jahr nun flüssig Japanisch spricht.

Im Anschluss informierte Matthias, mit Unterstützung durch seinen Austauschschüler Alejandro, der sich zurzeit in Deutschland aufhält, von seinem mehrwöchigen Aufenthalt am Colegio Alemán Mariscal Braun in La Paz/Bolivien. Seine Bilder zeigten, wie ihn die bolivianische Kultur, die atemberaubenden Landschaften (u.a. auch besagte stinkende Lagune) und nicht zuletzt die Offenheit und Freundlichkeit Menschen begeistert hatten. Trotz einer rund 20-stündigen Anreise bereut er es nicht, für den Bolivienaufenthalt seine Sommerferien geopfert zu haben. Einen weiteren positiven Nebeneffekt, den Matthias direkt mit Alejandro zur Schau stellte: er spricht nun fließend Spanisch. Und dass, obwohl er vorher über keinerlei Kenntnisse verfügte.

Übrigens, wer nun Gefallen an Bolivien und einem Aufenthalt dort gefunden hat: den Austausch als Verlängerung der Sommerferien zu realisieren ist regelmäßig möglich. Spanischkenntnisse sind nicht nötig, sondern werden vor Ort erlernt. Bei Interesse können gerne weitere Informationen bei Corinna Enste erfragt werden.

Michels anschließender Vortrag führte die Zuhörer in nördlicher Richtung auf den nordamerikanischen Kontinent – nach Kanada bzw. genauer gesagt Vancouver. Dort verbrachte er ein halbes Jahr an einer kanadischen Schule. Besonders beeindruckt zeigte auch er sich von der Freundlichkeit und Entspanntheit der Menschen sowie dem schulischen Angebot. Denn wo kann man schon Fächer wie Fotografie oder Japanisch als Schulfach wählen? Auch zahlreiche Aktivitäten, z.B. Ausflüge innerhalb und außerhalb des Landes, ließen seine Zeit dort zu einem Erlebnis werden und ihn zu dem Fazit kommen, dass er eigentlich gerne noch länger geblieben wäre.

Eine Empfehlung, bei der alle vier Vortragenden sich ohnehin einig waren, war, dass man im besten Fall länger als ein halbes Jahr im Ausland verbringen sollte. Denn erst dann sei man so richtig „angekommen“ und könne das „neue“ Leben genießen.

Louisa, die 2015 ihr Abitur am Convos ablegte, war sogar so fasziniert vom Leben in Amerika, dass sie ihren AuPair-Aufenthalt um ganze neun Monate verlängerte und somit 21 Monate insgesamt dort verbrachte – zunächst an der Ost- und anschließend an der Westküste. Obwohl sie auch die anstrengenden Seiten des AuPair-Seins nicht verschwieg – es sei eben wirklich Arbeit, sagte sie – merkte man ihr die Begeisterung an, die das Leben und nicht zuletzt ihre neuen Familien und Freunde dort in ihr geweckt hatten. Wie auch die anderen Zurückgekehrten berichtete sie, wie sie das Leben dort beeinflusst und weitergebracht habe, im persönlichen wie auch beruflichen Sinne. Schließlich hatte sie durch die AuPair-Zeit den „Plan“ verfolgt, sich über ihre berufliche Zukunft klar zu werden. Den hat sie nach ihrer Rückkehr tatsächlich auch realisieren können.

Und obwohl ein Auslandsaufenthalt nicht immer nur zwangsläufig positive Erfahrungen mit sich bringt, sei es der oft genannte Kulturschock oder das Heimweh nach Zuhause, die das Leben manchmal erschweren können, war es augenscheinlich allen Vortragenden ein wichtiges Anliegen, die Zuhörer von dessen Vorteilen zu überzeugen und sie zu ermutigen, das Abenteuer auf jeden Fall zu wagen.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Henrike, Matthias und Alejandro, Michel, Louisa und Elke Meinert für ihre interessanten und inspirierenden Vorträge!

 

 

 

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