Schule der Zukunft

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Ausgezeichnung BNE

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

BILDUNGSNETZWERK KLIMASCHUTZ

Unsere ausgebildeten Experten

Schule der Zukunft Bildung für Nachhaltigkeit

Geschichte und Verlauf

Schule der Zukunft: Bildung für nachhaltige Entwicklung am Convos

Seit Jahren engagiert sich unsere Schule für Themen im Bereich „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. 2025 konnte das neue Leitbild, welches mit Schülerinnen, Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern gemeinschaftlich erarbeitet worden ist, verabschiedet werden. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung nimmt dort einen wichtigen Teil ein. Dies bedeutet für uns, dass das Profil in diesem Bereich mit der gesamten Schulgemeinschaften weiterentwickelt wird. Auf der einen Seite erfolgt die Verwirklichung innerhalb des Unterrichts, andererseits aber auch in AG und fächerübergreifenden Projekten.

 

So finden unteranderem jährliche Aktionen und Projekte in verschiedenen Jahrgangsstufe statt:

  • MINT-Tag an Hochschulen für die Jahrgangsstufe 10 unteranderem zu Themen wie „Klimawandel und Energiewende“, E-Mobilität, Energietechnik und Ressourcenoptimierung
  • Teilnahme am World Cleanup Day
  • Amnesty Briefmarathon
  • Pflege des Schulgartens
  • Ökologische Aspekte rund um die schuleigene ökologische Station der Schule (Streuobstwiese) in Kooperation mit dem Imkerverein Soest
  • Funktionsweise erneuerbarer und alternativer Energiequellen
  • Betreuung der Schülerbücherei

 

In den Jahren 2024 – 2026 liegen die Schwerpunkte in folgenden Bereichen:

  • erneuerbare und alternative Energien
  • Entwicklung und Gestaltung des Schulgartens

Aktuelle Aktivitäten finden Sie auf unserem Profil für Schule der Zukunft:

Broschüre BILDUNGSNETZWERK KLIMASCHUTZ IM KREIS SOEST

In unserem Bildungsnetzwerk „Klimaschutz Kreis Soest“ erfolgt die Kooperation mit mehr als acht verschiedenen Schulen und sieben externen Partnern, wie zum Beispiel dem LIZ, um die Bildung für nachhaltige Entwicklung gemeinsam stärker voranzubringen und diese Themen auch in der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Schauen Sie sich doch einfach dazu unser Video oder Broschüre an, dort stellen wir unsere Netzwerkarbeit vor.

Das Bildungsnetzwerk Klimaschutz im Kreis Soest

Gemeinsam Nachhaltigkeitsthemen in die Öffentlichkeit transportieren, das ist das Bestreben des Bildungsnetzwerkes Klimaschutz im Kreis Soest, in dem Schulen und Partner bereits seit 2017 aktiv sind. Schwerpunkt der gemeinsamen Aktivitäten ist der Klimaschutz. Es gilt unseren Planeten zu bewahren, so dass ein Leben für uns Menschen derzeit und für das Leben zukünftiger Generationen möglich ist. Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele spielt dabei eine entscheidende Rolle.

17 Ziele für unsere Welt

Am 25. September 2015 wurde die Agenda 2030 von den Vereinten Nationen verabschiedet. 17 globale Nachhaltigkeitsziele wurden darin definiert: die Sustainable Development Goals (SDG´s). Die Welt soll so gestaltet werden, dass sie für alle Menschen lebenswert und menschenwürdig ist. Die Aspekte Ökologie, Ökonomie und Soziales sollen dabei berücksichtigt werden.

Wie können wir zur Zielerreichung beitragen?

Diese Frage stellten sich auch die Schulen und Partner des Bildungsnetzwerkes. So ist diese Broschüre entstanden. Sie zeigt an praktischen Beispielen, was hinter den Nachhaltigkeitszielen steckt und welche Möglichkeiten es gibt, die Ziele in kleinen Schritten zu erreichen. Denn eines ist sicher: Alle Menschen können zur Erreichung der Ziele einen Beitrag leisten.

Ansprechpartner:

Christof Blaser

Julian Rindhage

Thorben Göhr

Abb.1: Lebensnahes Lernen mit politischen Folgen am Conrad-von-Soest-Gymnasium Dalhoff, B., Dellbrügger, U. in Schulprogramm des Conrad von Soest Gymnasium 2006.

Das Conrad von Soest Gymnasium ist von verschiedenen Seiten aufgefordert worden, sich an der aktuellen Kampagne der Landesregierung zu bewerben.

„Das Land NRW möchte dabei die Bildungseinrichtungen unterstützen, junge Menschen auf ein Leben als aktive Bürgerinnen und Bürger in einer globalen Welt vorzubereiten und ihnen die Kompetenzen zu vermitteln, die für eine zukunftsfähige Gestaltung ihres Lebens erforderlich sind. Zukunftsfähig bedeutet, eigene Lebensstile entsprechend der eigenen Werte und Bedürfnisse zu entwickeln und dabei gleichzeitig in Einklang mit dem Ziel eines „guten Lernens für alle“ zu handeln. National und international wird dabei dem Bildungskonzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine Schlüsselrolle für die Vermittlung der dafü nötigen Gestaltungskompetenz zugeschrieben.

Aus diesem Grund haben das Schulministerium und das Umweltministerium die Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung zur Nachhaltigkeit“ gestartet, um Schulen zu motivieren und zu begleiten, BNE in den Schulalltag zu integrieren. Die Kampagne ist fester Bestandteil der Landesstrategie „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Zukunft Lernen in NRW“. Mit ihr verfolgt die Landesregierung das Ziel einer breiten und tiefen Verankerung von BNE in allen Bereichen des Bildungswesens in NRW, orientiert am Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen. Angesichts weltweiter Verpflechtungen und Migrationsbewegungen kommen BNE und dem Globalen Lernen gerade in dieser Zeit eine besondere Bedeutung zu“. (Vorwort zur Kampagne der Bildungsministerin Sylvia Löhrmann und des Umweltministers Johannes Remmel 2012 -2017).

Weiter heißt es in der Einführung: „ BNE stärkt – auf der Grundlage von Demokratie und Menschenrechten – die Entwicklung von Problembewusstsein und systemischen Dnken. BNE verfolgt so den Anspruch, Menschen in die Lage zu versetzten, bei heutigen und zukünftigen Entscheidungen abzuschätzen, wie sich diese auf zukünftige Generationen sowie auf das Leben in NRW und in anderen Regionen der Welt auswirken können. Fähigkeiten, mögliche Lösungswege zu erarbeiten, werden ebenso gestärkt wie Fähigkeiten des politischen und alltagspraktischen Handelns. Dies bildet eine notwendige Voraussetzung, um die gesellschaftliche Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung partizipativ gestalten zu können.“

Dabei sollen Bildungsprozesse so ausgerichtet werden, dass die Lernenden in ihrer Lebenswelt Handlungsoptionen erproben können – in ihren jeweiligen Rollen im sozialen Umfeld, in Schule und Weiterbildung, am Arbeitsplatz sowie als politische Bürgerinnen und Bürger.

BNE möchte zum „Gestaltungshandeln“ befähigen. Unter Gestaltungskompetenz wird im Sinne der UNESCO die Fähigkeit verstanden, sich Wissen über nachhaltige Entwicklung anzueignen und es anzuwenden sowie Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung als auch die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten erkennen zu können. Verbreitete Definitionen von Gestaltungskompetenz bezeichnen diese als Summe von

  • Interdisziplinärem Herangehen, vorausschauendem und vernetztem Denken,
  • Der Fähigkeit zu Partizipation, Engagement und Solidarität,
  • Der Kompetenz zur interkulturellen wie interreligiösen Verständigung und Kooperation,
  • Der Fähigkeit, sich und andere motivieren zu können und
  • Der Kompetenz zur Reflexion über individuelle wie kulturelle Leitbilder.
Abb. 2. Naturwissenschaftlicher Fünfschritt, Conrad von Soest Gymnasium The Scientific Method. Idee und Text: Ulrich Dellbrügger, Grafik: Nicole Brinker, Soest, 2017.

Parallel zum Konzept der Gestaltungskompetenz hat das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung Einzug in viele pädagogische Handlungsfelder und wissenschaftliche Disziplinen gehalten. BNE ist immer auch politische Bildung.

  • In der Traditionslinie der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit steht heute das Globale Lernen mit dem Fokus auf global sozio- ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen und intra- und intergenerationeller Gerechtigkeit.
  • In der Weiterentwicklung der Umweltbildung untersucht das ökologische Lernen die Beziehung zwischen Mensch und Natur und vermittelt Kenntnisse über ökologische Zusammenhänge und Fähigkeiten, diese umzusetzen.
  • Ökonomische Bildung zielt darauf ab, transparent zu machen, wie vielfältig Menschen in wirtschaftliches Handeln eingebunden sind und darauf, diese Verflechtungen zu reflektieren. In diesem Kontext vermittelt die Verbraucherbildung Kompetenzen zur Beurteilung des eigen Handelns, auch im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung.
  • Genauso tragen die kulturelle und interkulturelle Bildung, die Friedensbildung, die Gesundheits- und Medienbildung wichtige Aspekte in die Weiterentwicklung des Bildungskonzeptes BNE hinein.“

(aus Natur- und Umweltschutz- Akademie NRW,NUA: Landeskoordination der Kampagne Schule der Zukunft – Bildung zur Nachhaltigkeit, Recklinghausen 2016)

Das Conrad von Soest Gymnasium nimmt an dieser Kampagne teil, hat die Schule doch schon seit Jahrzehnten Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt und in die pädagogische Praxis umgesetzt.

So firmieren einige Projekte unter:

„Biologie als Ökologie mit politischen Folgen“ und

„Diplomaten in Gummistiefeln“

Übernahme (umwelt)politischer Verantwortung und demokratische Teilhabe

Da wir versuchen, unsere Projekte an konkreten und aktuellen Problemlagen aufzuziehen, ist der damit implizierte innovative Charakter häufig integraler Bestandteil und somit zugleich auch Motivationsgeber und Motor des Schüler:innenengagements. Indem sie in Umweltfragen Alternativen entwickeln und diskutieren, nach konsensfähigen Lösungen suchen und schließlich demokratisch legitimierte Entscheidungen treffen müssen, fördern Ökologische Bildung und Umwelterziehung Kommunikationsfähigkeit, demokratisches Bewusstsein und die Fähigkeit zur politischen Teilhabe, vor allem wenn Schüler:innen zur Durchsetzung ihrer Verbesserungsvorschläge diese in politischen Gremien vorstellen und an deren Realisierung in Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden aktiv beteiligt sind (Lernen mit Ernstcharakter).

In diesem Sinne tragen Ökologische Bildung und Umwelterziehung zur (umwelt)politischen Bildung, zur Entwicklung eines Verantwortungsgefühls und zur Partitzipation am gesellschaftlichen Leben bei (vgl. Abb. 1).

Aus der Durchführung solcher Umweltprojekte wird neben dem Aspekt der nachhaltigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen grundsätzlich auch noch eine weitere Ebene deutlich, nämlich dass in solchen demokratiepädagogisch wirksamen Vorhaben Themen-, Praxis- und Handlungsbezug sowie deren Verankerung in institutionellen Bereichen miteinander verflochten sind. So werden in diesen Projekten Lerninhalte, die in Biologie, Chemie, Erdkunde, Geschichte und anderen Unterrichtsfächern zum fachunterrichtlichen Standardrepertoire gehören, in dreifacher Weise didaktisch kontextualisiert. Sie gewinnen dadurch die Qualität verständnisintensiven Lernens und werden zugleich für die Schulentwicklung wirksam. Dies erfolgt durch fachliche Kontextuierung, Handlungsbezug, aber auch durch eine schrittweise vergrößerte Öffentlichkeit, die in der Schule selbst beginnt und dann darüber hinaus in den kommunalen, regionalen und sogar in den internationalen Raum führt.

Ergebnisse dieser Arbeit mit Schüler:innen zeigen sich in der Schulentwicklung am Conrad von Soest Gymnasium, an dem den Lernenden die Wissenschaftsorientierung und die politische Partizipation am Beispiel der pädagogischen Hand (Naturwissenschaftlicher Fünfschritt) in Abbildung 2 verdeutlicht wird.

Tag der offenen Tür 2026

31. Januar 2026 | 09:00 - 13:00 Uhr

Infoabend für Grundschuleltern

22. Januar 2026 | 19:00 Uhr